Fragen und Antworten zur Eigenspannungsmessung
Die Eigenspannungsmessung dient der Bestimmung von Spannungszuständen in Bauteilen ohne äußere Belastung. Diese sind entscheidend für das Verständnis von Werkstoffzustand, Dauerfestigkeit und Lebensdauer – insbesondere unter dynamischen Lasten.
Durch die Kenntnis der Eigenspannungen können Bauteile gezielt optimiert werden. Dies ermöglicht eine Verbesserung der Lebensdauer, eine höhere Prozesssicherheit sowie eine fundierte Bewertung einzelner Fertigungsschritte.
Durch erweiterte Laborkapazitäten mit mindestens zwei Röntgendiffraktometern und automatisierten Messprozessen können Messungen schnell und effizient durchgeführt werden – sowohl im Labor als auch im mobilen Einsatz vor Ort.
Ja, dank mobiler Röntgendiffraktometer können Eigenspannungsmessungen deutschlandweit direkt beim Kunden vor Ort durchgeführt werden.
Zur Bestimmung werden moderne Röntgendiffraktometer eingesetzt. Ergänzend kommen elektrochemischer Abtrag zur Tiefenanalyse sowie Streifenlichtmikroskopie zur präzisen Bestimmung der Messtiefe zum Einsatz.
Ja, mithilfe von elektrochemischem Abtrag lassen sich Eigenspannungs-Tiefenverläufe exakt bestimmen. Die Messtiefe wird dabei dreidimensional vermessen, um eine hohe Genauigkeit sicherzustellen.
Für komplexe Geometrien kann ein Tauchbad mit Maskierung eingesetzt werden, um gezielt einzelne Messbereiche zu analysieren und präzise Ergebnisse zu erhalten.
Ja, auf Wunsch werden alle Messungen mit DAkkS-Zertifikat durchgeführt. Dies gewährleistet höchste Qualität, Rückverfolgbarkeit und Vergleichbarkeit der Ergebnisse.
Kalibrierproben sind entscheidend für die Genauigkeit der Messungen. Diese sind DAkkS-zertifiziert und werden regelmäßig intern und extern überprüft. Auch kundenspezifische Kalibrierproben können erstellt werden.
Ja, durch den Einsatz von Automatisierung, Sechsachsrobotern und der Softwarelösung StressEasy lassen sich auch aufwändige Reihenmessungen und engmaschige Eigenspannungsmappings effizient und wirtschaftlich realisieren.
Im eigenen Technikum werden Prozesse wie Kugelstrahlen entwickelt und optimiert. Die Eigenspannungsmessung begleitet diese Prozesse direkt, wodurch Entwicklungszeiten deutlich reduziert werden.
Neben Kugelstrahlen können auch alternative Verfahren wie Festwalzen oder Laser Peening ohne Beschichtung (LPwC) analysiert und hinsichtlich ihrer Eigenspannungszustände bewertet werden.
Dann schreiben Sie uns gerne. Gemeinsam finden wir die passende Lösung für Ihre Anforderungen rund um Eigenspannungen, Werkstoffzustände und Bauteilanalysen.